Zertritt dir die Füße, nur Mut

 

Uraufführung von Futur II Konjunktiv

Einige Monate nach der Finanzmarktapokalypse. In London, New York, Frankfurt am Main, Singapur, Shanghai ist alles zusammengebrochen. Wir blicken auf Frankfurt, dort stehen die Türme leer, die Glasfassaden sind zersplittert. Menschen fragen sich: Wie soll es nun weitergehen? Wie wollen wir zusammenleben? Wie rette ich mich? Plünderungen, Gewalt, ein Zerfall in kleine Gemeinschaften, die sich bekämpfen, prägen den neuen Alltag. Doch weit draußen im Westen am Atlantik, soll es schon andere Modelle eines neuen Zusammenlebens und des ökonomischen Umgangs mit Bedürfnissen, Wünschen und einander geben.
Diese haben schon vorher begonnen, man kann Anfänge in unserer Gegenwart des Jahres 2018 finden, und in jener Zukunft werden sie weiterentwickelt. Selbstverwaltet, gleich, ohne Gewalt gehe es dort zu, so wird erzählt, während kein Internet das mehr überprüfbar macht. Solidarität im oder nach dem Zusammenbruch.
Vier machen sich von Frankfurt aus auf den Weg durch die apokalyptisch-utopische Landschaft Westeuropas: Clara mit ihrem Kind; John, dessen Bar geplündert wurde; Martha und Daniel, ihr popkulturelles Wissen über Sci-Fi-Dystopien und politische Theorie unter dem Arm, auf der Suche nach einem Weg in eine neue Gesellschaft: Luxemburg, Marseille, Pyrenäen, durch alle Hindernisse, Gefahren, Menschen und andere Wesen nach der ökonomischen Apokalypse – all diese dargestellt durch den Chor. Doch wo liegt die Hoffnung? Der Weg dorthin ist lang, aber steinig – nur Mut!

UA: 20. Juni 2018, Tufa Trier, Doppelpass mit dem Theater Trier
Weitere Vorstellungen am 22., 24. und 27. Juni 2018, Tufa Trier

 

Konzept & Entwicklung: Matthias Naumann (Text) & Johannes Wenzel (Regie)

Musikalische Leitung & Kompsition: Friedrich Greiling

Bühne & Kostüme: Cristina Nyffeler

Leitung Opernchor: Angela Händel

Mit: Paul Hess, Luiza Braz Batista, Norman Stehr, Thea Rinderli, Opernchor des Theaters Trier

 

Produktion: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Berlin
Foto: Philipp Kirsch

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes