Gespenster des Kommunismus – Utopie und Solidarität heute

Tischgespräche: ein offenes Diskursformat – Intervention III

 

Die Demokratien westlichen Typs befinden sich in der Krise: Eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, der zunehmend stärkere Einfluss von Wirtschaftsinteressen und Lobbyismus auf politische Entscheidungen, Ressourcenknappheit, Terrorismus und globale Fluchtbewegungen haben zu einer Wiederkehr von Nationalismus, religiösem Fundamentalismus und Rechtspopulismus geführt, die den sozialen Frieden weltweit bedrohen. Mit dem endgültigen Scheitern des staatssozialistischen Experiments 1989 scheint die Utopie einer universalen Gleichheit der Menschen der Vergangenheit anzugehören. Diktaturen und Staatsterror und demgegenüber die Freiheiten innerhalb des neoliberalen Kapitalismus haben den Sozialismus diskreditiert. Doch der Gedanke des Kommunismus als einer Möglichkeit, das zu überwinden, was im gegenwärtigen kapitalistischen System durch Ausbeutung, Umweltzerstörung und Kriege das Leben der Menschen zerstört, taucht in Kunst, Wissenschaft und öffentlicher Debatte verstärkt wieder auf. Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx laden Theater Trier und Futur II Konjunktiv die Bürger*innen der Stadt zu Gesprächen ein, die das kritische und utopische Potenzial seines Werks für die Gegenwart hinterfragen wollen. Im direkten Gespräch mit Expert*innen aus Wissenschaft, Kunst, Theater, Philosophie und Akteuren der sozialen Praxis will das Projekt einen Raum schaffen für gemeinsames Nachdenken über die Zukunft unserer Gesellschaft. Welche Rolle sollen Solidarität und soziale Gerechtigkeit spielen? Was ist notwendig, um die globalen Krisen zu bewältigen? Welche Utopien können wir uns noch vorstellen?

 

Termin: 27. & 28. April 2018, Theater Trier

 

Eine Kooperation zwischen Theater Trier, Futur II Konjunktiv und dem MA-Studiengang „Theater und Interkulturalität“ der Universität Trier.

Idee & Konzept: Anja Quickert

Künstlerische Leitung: Anja Quickert, Johannes Wenzel, Matthias Naumann

 

Produktion: ehrliche Arbeit, Berlin

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

und durch den Interreg-Antrag Bérénice